Mittwoch, 15. August 2012

- Sommerurlaub in Norwegen / Teil 1 -

Vor 2 Jahren haben wir unseren Sommerurlaub in Schweden verbracht und zwar in einem gemieteten Wohnmobil, mit welchem wir 3 Wochen unterwegs waren. Diese Art zu reisen hat uns sehr gut gefallen und ich finde sie besonders ideal, um ein unbekanntes Land ein bisschen kennenzulernen. Dieses Jahr haben wir erneut ein Wohnmobil gemietet und unser Reiseziel war wieder Skandinavien, dieses Mal allerdings Norwegen.

Am Samstag, 14. Juli 2012 ging es los: um 9 h waren wir beim Wohnmobilvermieter in Freiburg, wo wir schon vor 2 Jahren das Wohnmobil gemietet hatten. Wir bekamen sogar genau das gleiche Fahrzeug wie damals, nämlich dieses hier:












Nach dem Verstauen des ganzen Gepäcks ging die Reise Richtung Norden los. Wegen einer Brückensprengung vor Rastatt wurde die Autobahn komplett gesperrt und alle Fahrzeuge mussten umgeleitet werden. Das hat einiges an Zeit gekostet, aber Zeit hatten wir ja und ändern konnten wir sowieso nichts.

Die erste Nacht verbrachten wir in der Nähe von Kassel und am Sonntag ging es weiter bis nach Flensburg, dann quer durch Dänemark und über die Öresundbrücke von Kopenhagen nach Malmö/Schweden. Etwas weiter nördlich von Malmö haben wir auf einem Campingplatz am Meer die zweite Nacht verbracht und am Montag ging es entlang der schwedischen Westküste weiter nach Norwegen. Erster Halt war in einem kleinen Dörfchen am Oslofjord:











Etwa 40 km südwestlich von Oslo haben wir die erste Nacht auf einem norwegischen Campingplatz verbracht und am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg Richtung Küste. Erster Halt war bei der Stabkirche von Heddal, der grössten ihrer Art in Norwegen:




































Auf dem Weg an die Südküste kamen wir an zahlreichen Seen vorbei, an deren Ufer sehr häufig kleine Holzhäuser stehen, die eine Besonderheit aufweisen: ihre Dächer sind bepflanzt. Der Grund dafür ist einfach: Gras isoliert.












Solche bepflanzten Dächer haben wir während der Reise immer wieder gesehen und besonders in den Wäldern passen solche Dächer gut in die Umgebung. Mir hat das sehr gut gefallen und besonders schön fand ich, dass manchmal richtige Blumenwiesen auf den Dächern zu sehen waren.

An der Südküste angekommen, haben wir für 2 Nächte einen Campingplatz am Meer gefunden, nahe einem kleinen Fischerdörfchen:













Das Wetter wäre zum Baden ideal gewesen, aber es hatte leider sehr viele Quallen, so dass wir auf das Bad verzichtet haben. Aber gemütlich auf dem Campingstuhl zu sitzen und zu lesen oder einfach das Nichtstun geniessen, das war auch sehr schön.

Unser nächstes Reiseziel war eine vielbesuchte Touristenattraktion, die per Luftlinie 25 km von Stavanger entfernt liegt: der Preikestolen oder auch "Kanzel" genannt, eine natürliche Felsplattform mit weitem Blick über den Lysefjord.

Wir haben am Vormittag auf dem Campingplatz in der Nähe einen Platz für die Nacht reserviert und dann haben wir uns - wie sehr viele andere Touristen auch - auf den Weg zu dieser Plattform gemacht. Der Weg führte z.T. recht steil nach oben, aber wir hatten unsere Wanderschuhe dabei und von daher war er kein Problem für uns. Der Weg war durch Regen z.T. auch sehr matschig und rutschig und da waren wir mit unserem Schuhwerk gut ausgerüstet. Wanderschuhe werden auf einer Info Tafel auch empfohlen, aber wir haben einige Leute mit Schuhen gesehen, mit denen ich höchstens einen Stadtbummel machen würde... Wir hatten auch genug zu trinken dabei, aber genug Getränke gehören beim Wandern für uns sowieso immer zur Grundausrüstung.

Der Weg zur Plattform führte z.T. durch Wald ...












... bevor es dann steil nach oben weiter ging, von wo aus man den Blick hinunter auf den Fjord geniessen konnte:













Nach etwa 2 Stunden Aufstieg war die Plattform zu sehen:












Da die Kante über 600 m senkrecht in den Fjord abfällt, habe ich mich nur bis auf etwa 3-4 m an diese Kante gewagt. Einige Leute sassen direkt an der Kante, liessen die Füsse nach unten baumeln und tranken Bier... das wäre definitiv nichts für mich gewesen. Ich habe den Ausblick auch so genossen und mit meinem "Sicherheitsabstand" war mir jedenfalls wohler.

Unterhalb der "Kanzel" bot sich dann wieder der Blick weit hinunter auf den Fjord:













Der Rückweg ging auch nochmals etwa 2 Stunden und es herrschte immer noch reger "Gegenverkehr". Da im Sommer die Tage in Norwegen sehr lang sind und es somit sehr lange hell ist, waren viele Leute erst am späteren Nachmittag auf dem Weg zum Gipfel. Als wir schon ziemlich weit unten waren, kam uns eine Frau in weissen Halbschuhen und weissen Hosen entgegen und sie hielt sorgfältig ihr (teuer aussehendes) weisses Handtäschchen. Es sah nicht so aus, als hätte sie etwas zu trinken dabei und ich hätte zu gerne gesehen, ob und wie sie den Aufstieg geschafft hat... Sehr "bergerfahren" sah sie jedenfalls nicht aus...

Das Wetter war für die Wanderung perfekt, denn es war nicht zu heiss und geregnet hat es auch nicht, also ideales Wanderwetter.

So, das wäre mal ein erster Bericht gewesen. Vielleicht habt Ihr bis zum Schluss "durchgehalten" und alles gelesen und ich hoffe, die bildlichen Eindrücke haben Euch gefallen. Sobald ich wieder Zeit zum Schreiben habe, kommt dann der zweite Teil.

Bis bald!

Kommentare:

  1. Liebe Caro, wir waren noch nie mit dem Wohnmobil unterwegs, aber wenn ich das so lese und die Bilder sehe, muss das richtig schön sein.Anhalten wo und wie lange man will ist bestimmt toll. Schön, dass ihr einen schönen Urlaub hattet und wieder gesund zu Hause seit. Liebe Grüsse Tina

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  2. Wie ich sehe und lese, hattest Du spannende Ferien! Das sind ganz tolle Fotos! Als wir noch keine Kinder hatten, waren wir auch mehrere Male in Amerika und Kanada mit dem Wohnmobil unterwegs. Und das war immer mega schön und interessant...
    Schön, dass Du wieder da bist...
    liebe Grüsse
    Cudy

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  3. tolle Fotos und ein schöner Bericht....mich reizt das Mobil auch immer mehr....

    GLG

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  4. Carola, das war ein klasse Bericht - und die Aussicht da oben ist ja genial schoen!!
    Ich war nur einmal kurz in Norwegen, aber die Landschaft dort ist hinreisend! Danke fuer deinen Bericht!

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  5. toll...da kommen erinnerungen hoch...ihr habt aber keinen Eintritt in Heddal bezahlt oder?
    Das fanden wir damals echt schräg und sehr teuer...nicht mal außen rum durfte man gehen.
    Ansonsten ist Norwegen ein tolles Land!
    Liebe Grüße
    Dani

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